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Tag des Denkmals in Bad Karlshafen

Denkmäler brauchen Menschen

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Bürgermeister Marcus Dittrich bei der Eröffnungsveranstaltung. Foto: Christine Krienke

© Foto: Christine Krienke

Bad Karlshafen (brv) – „Denkmalpflege lebt in besonderem Maße vom Ehrenamt und der Bereitschaft der Menschen, sich einzusetzen. Allein mit staatlichen Mitteln können die zahlreichen und bedeutenden Denkmäler im Land nicht erhalten werden. Daher danke ich allen, die sich engagieren und ebenso denjenigen, die ihre Türen zur Besichtigung öffnen. Ich kann nur alle einladen, die Gelegenheit zu nutzen, das Ergebnis von hohem finanziellem und tatsächlichem Einsatz zu bewundern“, sagte Staatssekretär Patrick Burghardt bei der Eröffnungsveranstaltung des Tages des offenen Denkmals im Rathaus von Bad Karlshafen vor rund 100 Gästen.
„Denkmalpflege ist ein Länder und Nationen übergreifender gesellschaftlicher Auftrag. Gerade in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung ist es wichtig, den Bürgern ein Gefühl für die Einzigartigkeit unseres kulturellen Erbes in Hessen zu vermitteln und gleichzeitig das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Geschichte unserer Kulturdenkmäler in ihrer Vielfalt durch Wechselwirkungen, Austausch und fremde Impulse geprägt ist. Bad Karlshafen, das für die im 17. Jahrhundert aus Frankreich geflohenen protestantischen Glaubensflüchtlinge angelegt wurde, steht beispielhaft für die Vielfalt kultureller Prägungen. Schwerlich hätten wir einen geeigneteren Ort finden können, um das Motto „Entdecken, was uns verbindet“ zu veranschaulichen“, sagte Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen.
Unter dem Titel „Eine Stadt als Start-up: Geschichte(n) der Stadtgründung“ wurden Szenen aus der Geschichte der Stadt Bad Karlshafen vorgestellt. Insbesondere aufgrund seines Hafenbeckens, das die Stadt über die Wasserstraße mit internationalen Handelsmetropolen verbinden sollte, gilt Bad Karlshafen heute als Inbegriff der vorausschauenden Planungen Landgraf Karls von Hessen-Kassel.
Marcus Dittrich, Bürgermeister von Bad Karlshafen, begrüßte die Gäste: „Die Denkmalpflege hat in unserer Stadt mit ihren beiden historischen und doch so verschiedenen Altstadtkernen eine besondere Bedeutung. Es freut uns, dass das Landesamt für Denkmalpflege die Stadt Bad Karlshafen mit ihrem reichen baulichen und kulturellen Erbe als Eröffnungsort des Tages des offenen Denkmals gewählt hat.“
Matthias Haupt, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen informierte über das musikalische Programm der Stiftung anlässlich des Tages des offenen Denkmals.
Die Veranstaltung begann mit einem Empfang im Erdgeschoss des Rathauses und der Möglichkeit, die Ausstellung „Perpetuum Mobile – und es dreht sich doch“ zu besichtigen.
Ab 20:00 Uhr fand die konzertante Opernaufführung „Musikprotokoll einer Flucht – die Hugenotten“ im Landgrafensaal des Rathauses statt. Arien und Ensembles von Rossinis Zeitgenossen Carlo Coccia, Luigi Savi und Vincenzo Pucitta sowie verbindende Texte machten die Geschichte der Glaubensflüchtlinge aus Frankreich im 17. Jahrhundert lebendig.
Im ganzen Land engagieren sich am Tag des offenen Denkmals wieder mehr als 500 Gemeinden, Fördervereine, Initiativen und Denkmaleigentümer.

 

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