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10. Windkunstfestival „bewegter wind“

Heimische Landschaft und Kunst im Dialog

Von Inge Seidenstücker

Hofgeisma/Hümme/Liebenau – Bereits zum 10. Mal findet das Windkunstfestival „bewegter wind“ an unterschiedlichen Orten in Nordhessen statt. Diesmal hat sich die Initiatorin Reta Reinl für Ausstellungsflächen im Diemeltal bei Ostheim sowie auf dem Berg bei Hümme entschieden.

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Bürgermeister Torben Busse (re.) und Kuratorin Reta Reinl (Mitte) dankte Landwirt Bernd Diederich (li.) für die Bereitstellung der Flächen auf dem Kramberg.

© Foto: Seidenstücker

„Es sind zwei landschaftlich herausragende Ausstellungsorte, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch nah beieinander liegen“, freut sich Reinl und weiter: „Die Landschaft zwischen Hofgeismar und Hümme ist wellenförmig und erinnert an erstarrte Meereswellen. Man hat einen wunderbaren weiten Blick. Hier oben befindet sich eine Bergwiese, die an einen lichten Buchenwald und einen fast japanisch anmutenden Kiefernwald angrenzt – eine Hügellandschaft, die einzigartige Orte für unsere Windkunstobjekte bietet“.
Der zweite Ausstellungsort ist die Flussebene von Liebenau. Hier bahnt sich die Diemel fast schnurgerade ihren Weg durchs Tal. Steil aufragende Klippen am Flussufer, kleine Flussinseln und uralte Weiden erzeugen eine liebliche Landschaftsstimmung.
Vom 15. Bis 29. August 2021 werden an beiden Orten 58 windaffine Kunstwerke von Künstlern aus 18 Ländern mit der Landschaft und ihren Betrachtern in Dialog treten. Dabei vermittelt die Kunst einen ganz neuen Blick auf die bekannte Landschaft.
„Change?!“, also Wandel, ist das Thema in diesem Jahr und bezieht sich auf den Klimawandel aber auch auf die Folgen des langen Lockdowns, die eine unbändige Lust auf Veränderung im Alltag hervorruft. Doch Change kann auch Chance bedeuten. Dies haben die Künstler in verschiedenen Kunstwerken umgesetzt. Mal als Installation, mal als Performance oder auch als Video. Die Videos sollen in leerstehenden Ladenlokalen in der Hofgeismarer Fußgängerzone zu sehen sein, stellte Bürgermeister Torben Busse bei einem Pressetermin, auf der Bergwiese in Aussicht. Die Wiese ist Teil des etwa zehn Hektar großen Areals auf dem Kramberg und am Claushügel, welches Landwirt Bernd Diederich für das Festival zur Verfügung stellt. Er stellt auch ein Feld als Parkplatz unterhalb des Hangs von der Schießbach in Richtung Forsthaus bereit.
Der Abschluss mit Preisverleihung des Kunstfestivals wird in Liebenau stattfinden. Jedoch wies die Kuratorin darauf hin, dass sich die Lage der Ausstellungsmöglichkeiten und Auflagen bedingt durch die Pandemie ständig verändern kann.
Dennoch ist sie froh und zuversichtlich, dass das 10. Kunstfestival mit einem Jahr Verspätung nun stattfinden kann. Reinl betonte auch die gute Zusammenarbeit mit den Städten Liebenau und Hofgeismar sowie die Unterstützung durch den Landkreis Kassel.
Helfer werden gesucht
Nicht alle Künstler können wegen der Pandemie anreisen, sodass sie ihre Werke herschicken und von Helfern aufgebaut werden müssen. „Traditionell startet der bewegte wind mit dem Aufbau eine Woche vor der Eröffnung, bei der Künstler und Helfer gemeinsam die Kunstwerke in der Landschaft installieren“, erklärt Reinl. Bestenfalls sollten diese schon voll geimpft sein. Wer mithelfen möchte kann sich unter Tel. 06454/1445 oder mail@bewegter-wind.de melden.

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