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Mitten in Hofgeismar

Hund schluckte Nagelköder

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Dieser Nagelköder, bestehend aus zwei Nägeln in einem Hühnersprunggelenk, wurde von einem Hund geschluckt, aber glücklicherweise wieder erbrochen.

© Foto: Aderholz

Von Kerstin Aderholz

 

Hofgeismar - Fälle von Tierquälerei rücken immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Bandbreite von Möglichkeiten, die sich Menschen dabei einfallen lassen, ist groß. Und dabei geht es nicht um katastrophale Zustände bei Massentierhaltungen oder vernachlässigte Haustiere, sondern um ganz gezieltes Zufügen von Leid.

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Roswitha König mit den beiden Hunden ihrer Tochter, Joker und Dean, von denen einer den Nagelköder gefressen hatte.

© Foto: Aderholz

Nach verschiedenen ähnlichen Meldungen, die u.a. in den sozialen Netzwerken kursieren, ist ein konkreter Fall auch in Hofgeismar aufgetreten. Roswitha König hatte die beiden Hunde ihrer Tochter zu einem ortsansässigen Tierarzt gebracht, da einer von beiden einen Nagelköder erbrochen hatte, der wohl beim morgendlichen kurzen Spaziergang in der Umgebeung "Beim Amtshaus" aufgenommen worden war. Da nicht klar war, welcher der beiden Hunde den Köder geschluckt hatte und ob nicht noch weitere gefressen wurden, konnte jeweils ein Röntgenbild Klarheit schaffen und zum Glück für Entwarnung sorgen.

Laut Tierarzt wusste derjenige, der den Köder ausgelegt hat, genau darüber Bescheid, wie ein solcher möglichst "effektiv" gestaltet wird. In ein Hühnersprunggelenk wurden gleich zwei Nägel geschoben, um im Verdauungstrakt so viel Schaden anzurichten, dass das Tier mit großer Wahrscheinlichkeit qualvoll zugrunde geht.

Laut Roswitha König wurde Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei erstattet. Was in diesem Zusammenhang allerdings noch viel wichtiger erscheint, ist, die Augen bei Spaziergängen mit den Vierbeinern offen zu halten und genau hinzuschauen, ob etwas Herumliegendes gefressen wird.

Auch wer beobachtet, dass etwas Verdächtiges vermeintlich achtlos weggeworfen wird, sollte genau hinsehen, ob es sich womöglich um einen Nagelköder oder ähnlich Schädliches handelt und sich nicht davor scheuen, dies der Polizei zu melden.

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