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Erfolgreiche Jugendleiterausbildung

Jugendliche bereit für Ehrenamt im Landkreis Kassel

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Auf dem Foto sieht man Die neuen Jugendleiter mit Vizelandrätin Susanne Selbert (li.) sowie Jutta Hambrock (hinten li.) und Peter Soltau (re.) vom Jugendbildungswerk.

© Foto: privat

Kreis Kassel (hai) - Auf eine lange und erfolgreiche Ausbildung ehrenamtlicher Jugendleiter kann das Jugendamt des Landkreises Kassel zurückblicken. „Mit der Jugendleitercard können rund 1.800 Ehrenamtliche im Landkreis Kassel nachweisen, dass sie pädagogisch und menschlich geeignet sind, Jugendliche zu betreuen“, berichtete Vizelandrätin Susanne Selbert im Rahmen der Abschlussveranstaltung für 29 neue Absolventen der Jugendleiterausbildung im Kasseler Kreishaus. Damit nehme der Landkreis in Hessen eine Spitzenposition ein. Selbert: „Dieses Engagement zeigt die hohe Bereitschaft, sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit zu engagieren." Besonders zufrieden zeigte sich Selbert mit der großen Nachfrage nach der Ausbildung zum Jugendleiter. Die mindestens 60 Stunden umfassende Ausbildung zu den Themenbereichen Pädagogische Grundlagen, Recht und Erste Hilfe finde an sechs verlängerten Wochenenden in den Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises auf dem Sensenstein und in Wülmersen statt. „Wir müssen jedes Jahr Interessenten abweisen, da wir nicht genügend Plätze zur Verfügung haben“, so die Vizelandrätin weiter. Dass das Engagement in der Jugendbildung nachhaltig sei, zeige, dass auch die Auffrischungskurse für die Jugendleitercard auf große Nachfrage stoßen. Die Bescheinigungen verlieren nach drei Jahren ihre Gültigkeit und können nur nach dem Besuch eines Auffrischungskurses verlängert werden. „Das Vorurteil, dass Jugendliche kein Interesse an ehrenamtlicher Arbeit haben, wird damit widerlegt", sagte Seibert.
Die gute Basis ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit im Kreis führt die Vizelandrätin auf das vorhandene dichte Netz ehrenamtlicher Jugendarbeiter im Landkreis Kassel zurück. „Dieses Netz bietet vielen Kindern und Jugendlichen Halt und Orientierung in der Freizeit und nicht zuletzt anregende Betreuung während der Ferienfahrten und der Vereinsarbeit“, erläuterte Selbert. Teilnehmer in den vom Landkreis angebotenen Freizeiten werden von qualifizierten Betreuern angeleitet, begeistern sich für diese Arbeit, lassen sich selbst ausbilden und sind das beste Vorbild für die nächste Generation von Jugendlichen.
Die Jugendleitercard ist ein Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Voraussetzung für den Erwerb der Juleica ist die Vollendung des 16. Lebensjahres und ein Nachweis über eine absolvierte Erste-Hilfe-Ausbildung. Im Rahmen der Ausbildung lernen die Teilnehmer, Kinder und Jugendliche selbstständig anzuleiten, Freizeiten zu planen, Gruppen zu führen sowie die eigene ehrenamtliche Tätigkeit zu reflektieren.
Die Card-Inhaber erhalten eine Reihe von Vergünstigungen. So sind mit der Juleica unter anderem freie Museumseintritte und Rabatte verbunden. Zunehmende Bedeutung hat die Bescheinigung auch im Rahmen von Bewerbungen: Als Nachweis für den Erwerb sozialer Schlüsselqualifikationen, wie Teamarbeit und Einfühlungsvermögen wird sie von Arbeitgebern positiv gewichtet. Auch von Landesseite wird die ehrenamtliche Jugendarbeit unterstützt: Das Hessische Freistellungsgesetz bietet die Grundlage für die Übernahme von Lohnausfallkosten an Unternehmen, wenn ein Mitarbeiter ehrenamtlich für die Jugendarbeit aktiv ist.
Neben den Jugendämtern des Landkreises werden ehrenamtliche Jugendbetreuer von den Kirchen, Feuerwehren und der Sportjugend ausgebildet.
Weitere Informationen zur Jugendleitercard gibt es beim Fachbereich Jugend des Landkreises Kassel, Tel. 0561/1003-1302 (Sigrid Dörfler), per Mail an sigrid-doerfler@landkreiskassel.de.
Von den 29 Teilnehmern der aktuellen Jugendleiterschulung stammen fünf aus der Stadt Kassel, vier aus Wolfhagen, jeweils drei aus Bad Emstal, und Calden, jeweils zwei aus Fuldatal, Hofgeismar und Trendelburg sowie jeweils eine/r aus Baunatal, Breuna, Espenau, Fuldabrück, Habichtswald, Immenhausen, Niestetal und Söhrewald.

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