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Zeitgenössische Buch-Kunst fürs Heimatmuseum

Künstlerin verschenkt Reisealtar

Von Barbara Siebrecht
Helmarshausen – Mit großer Freude konnten die Vertreter des Heimatvereins und Museumsleiter Wolfgang Frohmüller ein Kunstwerk entgegennehmen, das zu den zwölf ausgewählten Werken des Herimann-Wettbewerbes zählt. Die Künstlerin Annette Vollmer aus Dortmund verschenkte ihr Leporello an das Museum und meinte bei der offiziellen Übergabe: „für mich gibt es keinen schöneren Ort für diese Werk als es hier im Museum zu zeigen. Ich freue mich riesig, dass es hierbleiben darf.“ Als kleinen Dank erhielt die Künstlerin, die schon oft in ihrer Freizeit in Bad Karlshafen und Helmarshausen Urlaub machte, ein Buch über Helmarshausen.

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Wolfgang Frohmüller, Annette Vollmer und Dieter Steinbrecher bei der offiziellen Übergabe des Kunstwerkes.

© Foto: Siebrecht

Das Kunstwerk besteht aus einer festen Pappe mit eingearbeiteten Magneten und einer „Grundplatte“ und zeigt Ansichten der Krukenburg aus verschiedenen Perspektiven. Sie ist als drehende Bild inszeniert. Die Darstellung ist mit dem Bibelvers „Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und sehet die Stätte, da er gelegen hat.“ Mt 28,6 ergänzt. Der Reisealtar kann gefaltet und leicht transportiert werden. Die Künstlerin thematisiert hier die Auferstehungsgeschichte und setzt die Krukenburg in Verbindung mit der Grabeskirche in Jerusalem, nach deren Vorbild die Kirche auf dem Berg erbaut wurde. Sie ist heute die einzige erhaltene Kirche dieser orientalischen Bauform mit Kuppelgewölbe nördlich der Alpen. Im Erdreich ist sogar einen Nachbildung des biblischen Felsengrabes Christi verborgen, wie Ausgrabungen zeigten. Erst nach dem Bau der Kirche wurde die Festungsanlage der Krukenburg errichtet.
Der Reisealtar ist auf einer drehbaren Platte befestigt und kann so von allen Seiten betrachtet werden. „Meine Zeichnung kann „umwandert“ werden, wie ich die Krukenburg umwandert habe“, meint die Künstlerin in ihren Erläuterungen, „die Ruine, die Geschichte der Burg und das religiöse Leben in ihren Mauern haben mich inspiriert.“
Noch bis Ende September können die 12 Werke, die die Jury des Heriman-Preises besonders überzeugten, als Sonderausstellung im Heimatmuseum betrachtet werden. Prämiert wurden Kunstwerke, die religiöse Inhalte thematisieren. Der Preis ist nach dem Mönch Herimann benannt, der das Evangeliar Heinrichs des Löwen in Helmarshausen mit prächtigen Illustrationen gestaltete.

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