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Generationenhaus Bahnhof

Minister Rhein begeistert vom Hümmer Projekt

Von Inge Seidenstücker


Hümme – Als ein vorbildliches Engagement im Denkmalschutz bezeichnete der Hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein das Generationenhaus Bahnhof Hümme.

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Begeistert über das Mehrgenerationenhaus Bahnhof Hümme zeigte sich der Hessische Kunst- und Kulturminister Boris Rhein (li.), daneben Peter Nissen, Vorsitzender Generationenverein und 1. Stadtrat Günter Ebel.

© Foto: Seidenstücker

Im Rahmen seiner Sommerreise besuchte der Minister den denkmalgeschützten ehemaligen Bahnhof. Hier ließ er sich von Peter Nissen, der als Vorsitzender des Generationenvereins das Gebäude als Mehrgenerationenhaus betreibt, dessen Entstehungsgeschichte erklären und zeigte sich begeistert von dem überaus großen Engagement der Hümmer Bevölkerung. „Ohne die Menschen vor Ort wäre der historische Bahnhof in Hümme dem Verfall preisgegeben worden“, sagte er und lobte den tollen Zusammenhalt der Dorfbewohner, die in 4.000 Stunden Eigenleistung das Gebäude nicht nur gerettet, sondern zudem einer sinnvollen Bestimmung übergeben haben. Der Minister betonte, wie mit diesem Projekt die Identität des Ortes geprägt werde.

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Zahlreiche Teilnehmer des Offenen Treffs, zeigten dem Minister (2.v.r.) wie belebt und beliebt das Mehrgenerationenhaus ist.

© Foto: Seidenstücker

Das Hümmer Mehrgenerationenhaus sei ein positives Beispiel, wie denkmalgeschützte Gebäude mit Leben erfüllt werden könnten und bewunderte den ehrenamtlichen Mut. „Sie haben es zu einem Begegnungsort umgebaut, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Dafür gebührt ihnen Anerkennung und großer Dank“, sagte er zu den Vertretern des Generationenvereins und den zahlreichen Bürgern, die während des Ministerbesuchs am „Offenen Treff“ teilnahmen.

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Schon bald wird aus dem ehemaligen Güterschuppen ein komfortabler Jugendraum. Auch dieses Konzept überzeugte den Minister. (V.l.) Altbürgermeister Heinrich Sattler, Peter Nissen, Minister Boris Rhein, Alexander Lorch, Landtagskandidat der CDU, und Hans-Dieter Baller von der Denkmalpflege.

© Foto: Seidenstücker

Auch ließ er sich den gerade im Umbau befindlichen ehemaligen Güterschuppen zeigen und informierte sich über dessen künftige Nutzung als Jugendraum.

Vom Knotenpunkt der Bahn zum Knotenpunkt für Generationen
Früher war das Hümmer Bahnhofsgebäude ein wichtiger Knotenpunkt des Ortes. Mit dem Bau der Carlsbahn 1848 nach Karlshafen und der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn nach Grebenstein und später nach Kassel und Warburg wurde Hümme zum Eisenbahnerdorf. 1897 wurde das Empfangsgebäude mit Betriebsräumen und Gaststätte errichtet. Nach der Stilllegung der Bahnstrecke 1966 für den Personen- und 1986 für den Güterverkehr verlor der Bahnhof seine Funktion und wurde zwischenzeitlich als Wohngebäude benutzt, bevor er immer mehr verfiel. Doch die Hümmer wollten dies nicht tatenlos geschehen lassen und hauchten ihrem Bahnhof neues Leben ein. Heute ist das Gebäude als Mehrgenerationenhaus ein Zentrum, in dem sich Alt und Jung trifft, miteinander spielt, sich austauscht und Spaß hat, Kunst und Kultur zuhause sind und in dem sich die Menschen, nicht nur aus Hümme, wohl fühlen.
„Im historischen Bahnhof Hümme werden nun generationenübergreifende, aber auch kulturelle Akzeptanz und Integration vorgelebt, mit beispielhafter, Mut machender Wirkung weit über die Einrichtung hinaus“, sagte Minister Rhein zum Abschluss seines Besuchs.

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