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Wasserkraftverbände tagen im Kursaal

Nachhaltige klimafreundliche Energieerzeugung

Bad Karlshafen (brv) – Eine gemeinsame Veranstaltung der Wasserkraftverbände aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen im Bad Karlshafener Kursaal zeigte die Bedeutung der Wasserkraft für eine klimafreundliche und stetige Energieerzeugung auf.

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Wasserkraftverbände aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen tagten im Kursaal der Stadt Bad Karlshafen.

© Foto: Dr. Wolfram Malzfeldt

Die Verbände fordern daher, die Chancen einer nachhaltigen Wasserkrafterzeugung konsequent zu nutzen. Nur so kann die Wasserkraft als Partner die ökologische Verbesserung der Gewässer unterstützen.
„Die Wasserkraft leistet aufgrund ihres hohen Wirkungsgrades, ihrer Stetigkeit und Langlebigkeit einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Insbesondere die Grundlastfähigkeit macht sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Erneuerbare-Energien-Mixes. Moderne Wasserkraft ist dabei ökologisch hoch verträglich und fischfreundlich. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Vorteile noch besser kommuniziert werden“ erklärte Dr. Helge Beyer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Wasserkraftwerke, vor rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen der Veranstaltung „Wasserkraftnutzung zwischen Ruhr und Weser“.
Die Tagung wurde gemeinsam von der AG Hessischer Wasserkraftwerke, der AG Wasserkraftwerke NRW sowie der AG Wasserkraftwerke Niedersachsen und Schleswig-Holstein in Bad Karlshafen veranstaltet. Im Vordergrund standen die Chancen und Herausforderungen für eine wirtschaftliche und ökologische Wasserkraftnutzung. Die Tagung fand in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW statt.
Gunnar Lohmann-Hütte, Vorsitzender der AG Wasserkraftwerke NRW, ergänzte: „Bei der Modernisierung von Wasserkraftstandorten wird auch die Fischdurchgängigkeit hergestellt und der notwendige Fischschutz berücksichtigt. Wichtig ist, dass Anlagenbetreiber und Verwaltungen sowie Planer und Hersteller gemeinsam Lösungen finden, die sowohl wirtschaftlichen als auch ökologischen Anforderungen gerecht werden. Dies wollen wir mit dieser länderübergreifenden Veranstaltung der Wasserkraftverbände verdeutlichen.“
„Die Sorge unserer Jugendlichen, die in der Schülerbewegung ‚Fridays For Future‘ zum Ausdruck kommt, ist berechtigt! Die Wasserkraft kann einen wichtigen Anteil dazu leisten, die regenerativen Energien auszubauen und den Klimaschutzzielen näher zu kommen“, betonte Hans-Jürgen Schöningh, Vorsitzender der AG Wasserkraftwerke Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
Gemeinsam machten die Wasserkraftverbände aus Hessen, NRW und Niedersachen/Schleswig-Holstein deutlich, dass die kleine Wasserkraft ein stärkeres Engagement von Seiten der Politik braucht. Nur so kann der Anlagenbestand erhalten, modernisiert und – wo möglich – gewässerverträglich ausgebaut werden.
Neben wasserrechtlichen und gewässerökologischen Fragestellungen wurde auf der Veranstaltung auch die Rolle der Wasserkraft im zukünftigen Energiesystem diskutiert. Anhand von Erfahrungsberichten werden zudem gelungene Wasserkraftprojekte dargestellt.

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