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Vandalismus und illegale Müllablage

Paten für Wanderwege gesucht

Von Inge Seidenstücker


Hofgeismar – Der heimische Wald ist als Naherholungsgebiet sehr wertvoll. Wandern ist auch bei jungen Menschen immer mehr im Trend, so auch im Reinhardswald. Doch nicht erst seit der Reinhardswald vor rund eineinhalb Jahren zum Naturpark wurde, kennt man das Problem von illegal entsorgtem Müll und Beschädigungen von Wanderwegen, Schildern, Tischen, Bänken und Geländer.

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(V.l.) Geschäftsführerin Bianka Zydek und Sarah Basler vom Naturpark mit Jakob Gruber von HessenForst an der beschädigten Sitzgruppe am Wanderparkplatz Nonnengrube.

© Foto: Seidenstücker

Eine der wichtigsten Aufgaben des Naturparks ist der Erhalt und die Pflege der rund 150 Rundwanderwege zwischen 1,5 und 17 Kilometern Länge sowie der zahlreichen Eco-Pfade und den Radwanderwegen im Reinhardswald. „Viele davon gibt es schon seit mehr als 30 Jahren und manche davon sind schlecht oder gar nicht mehr beschildert, manchmal gar nicht mehr auffindbar“, machte Sarah Basler vom Naturpark deutlich, die ausgebildete Bestandserfasserin für Qualitätswanderwege ist. So wurden in jüngster Zeit bereits neue Rundwanderwege im Naturpark angelegt, mit Infotafeln versehen sowie Wanderparkplätze gebaut. Auch eine digitale Erfassung der Wege sei in Arbeit, informierte sie.
„Wir wollen mehr Qualität statt Quantität“ erklärte die Geschäftsführerin des Naturparks Reinhardswald, Bianka Zydek bei einem Pressetermin am neu angelegten Wanderparkplatz „Nonnengrube“ unterhalb des Westbergs, der mit einer neuen Sitzgruppe und Geländer aus Holz versehen, schon einen Tag nach Fertigstellung zum Ziel von Vandalismus wurde.

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(V.l.) Patrick Berndt und Philipp Friedrich installieren nun ein noch stärkeres Geländer.

© Foto: Seidenstücker

Die beiden hauptamtlichen Mitarbeiter Patrick Berndt und Philipp Friedrich kümmern sich um die Pflege der Wege und Parkplätze. Bei insgesamt rund 45.000 Hektar die der Naturpark umfasst, keine leichte Aufgabe. Sie werden unterstützt von Jakob Gruber, der von HessenForst dem Naturpark zur Verfügung steht.
„Es ist nicht hinzunehmen, dass die umfängliche Aufbauarbeit für den Naturpark von einigen Menschen leider im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen getreten wird“, bedauert Zydek und zeigte am Beispiel Nonnengrube die massiven Schäden an Geländer und Tisch. Hier hatte jemand auf dem Holztisch gegrillt, sodass die die neue Tischplatte deutliche Brandspuren davon getragen hatte und auch eine Holzabtrennung am Parkplatz wurde mutwillig zerstört.

Paten für Wanderwege gesucht


Um die Qualität der Wanderwege zu erhalten und zu verbessern reichen die hauptamtlichen Mitarbeiter des Naturparks nicht aus und deshalb baut man auf die Mithilfe der Bürger. Hierfür sind alle Menschen aufgerufen, die sich gerne regelmäßig im Wald aufhalten, dies können auch Nordic-Walking-, Jogging- oder Wandergruppen sein, mögliche Schäden beim Naturpark zu melden. Wer gerne noch mehr verantwortlich mithelfen möchte und z. B. mal ein Schild erneuern oder andere kleinere Aufgaben übernimmt, kann sich als Wanderwege-Pate engagieren und sich beim Naturpark melden. Hierüber kann man sich bei Jakob Gruber vom Naturpark Reinhardswald, Tel. 05671/999128 oder 0160/7014089, E-Mail: jakob.gruber@naturpark-reinhardswald.de informieren, ebenso auf der Webseite von naturpark-reinhardswald.de.

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