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Stadt und Landkreis Kassel entwickeln Sch├╝lerradroutennetz

Sicher mit dem Fahrrad zur Schule

Region Kassel (hak) - Welcher Weg ist besonders geeignet, um mit dem Fahrrad von Zuhause bis zur Schule zu kommen? Antworten darauf soll noch vor den kommenden Sommerferien ein im Internet abrufbares Informationssystem geben, das sowohl die Stadt als auch der Landkreis Kassel für alle weiterführenden Schulen entwickeln lassen. Den offiziellen Startschuss für die Erstellung des Schülerradroutennetzes und des Schülerradroutenplaners gaben Vizelandrat Andreas Siebert sowie die beiden Kasseler Stadträte Anne Janz und Dirk Stochla am Mittwoch im Kreishaus.

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Den Startschuss für das Schülerradroutennetz in der Region Kassel gaben (v.l.): Anne Grimm (Radverkehrsbeauftragte der Stadt Kassel), Stadtrat Dirk Stochla (Dezernent für Verkehr), Vizelandrat Andreas Siebert, Stadträtin Anne Janz (Dezernentin für Jugend und Gesundheit sowie Uwe Koch (Leiter des Amtes für Verkehr und Sport beim Landkreis Kassel).

© Foto: Landkreis Kassel

"Die Region Kassel übernimmt damit eine Vorreiterrolle in Nordhessen", erklärt Vizelandrat Siebert. Denn bisher gebe es vergleichbare Informationssysteme in Hessen nur im Rhein-Main-Gebiet. Ziel sei es "die Nutzung des Fahrrades als Mobilitätsoption zu fördern und dabei die spezifischen Anforderungen für Kinder und Jugendliche berücksichtigen", so der Vizelandrat. Insbesondere als Alternative zum elterlichen Hol- und Bringverkehr mit dem Automobil. "Das entlastet die Eltern und gibt auch den Schülern mehr Eigenständigkeit", betont Siebert.
"Wir wollen das Fahrrad stärker als Verkehrsmittel in den Fokus der Schülerinnen und Schüler zu rücken. Dabei soll das Fahrrad auf sichere Art und Weise als Verkehrsmittel genutzt werden können und auch den Eltern die Angst nehmen, ihre Kinder zum Beispiel alleine zur Schule fahren zu lassen. Das Radfahren leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, trägt gleichzeitig zur Verringerung der Luftschadstoff- und Lärmbelastung bei", erklärt Stadtrat Dirk Stochla, Kassels Dezernent für Ordnung, Sicherheit und Verkehr. Stadträtin und Gesundheitsdezernentin Anne Janz ergänzt: "Und jeder, der Rad fährt, betreibt aktiv eigene Gesundheitsvorsorge."
Die Erarbeitung des Schülerradroutennetzes wird in fünf Arbeitsschritten erfolgen. "Wichtig ist uns dabei die Einbeziehung von Schulen und Kommunen", betont Siebert. Daher werden Fragebögen zu den regionalen Besonderheiten im Radverkehrsnetz verschickt. Gleichzeitig wird durch ein Planungsbüro ein Vorentwurf erstellt. Dieser soll dann, im Rahmen von Projekttagen an interessierten Schulen und in Schülerradroutenbeiräten auf kommunaler Ebene, unter Einbeziehung von Rathäusern und Polizei, weiter bearbeitet und schließlich an das Planungsbüro zurück überwiesen werden. "Mit diesem Steckbrief", so Janz, "sehen wir, wo eventuell noch nachjustiert werden muss."
Noch vor den Sommerferien, so der Plan, soll das internetbasierte Schülerradroutennetz und der Schülerradroutenplaner für die Region Kassel unter www.schuelerradrouten.de abrufbar sein.
Die Erstellung des Schülerradroutennetzes wird vollständig vom Land Hessen finanziert und von der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm GmbH) koordiniert. Mit der Umsetzung in der Region Kassel wurde von Stadt und Landkreis Kassel das Verkehrsplanungsbüro LK Argus beauftragt.
Hintergrund:
Mit dem Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement, das im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) eingerichtet worden ist, bietet das Land Hessen Schulen, Schulträgern und Kommunen kostenfreie Angebote zur Förderung des Mobilitätsmanagements an Schulen. Ziel ist es Schulen, Schulträger und Kommunen zu unterstützen gemeinsam konkrete Maßnahmen und Projekte zum Schulischen Mobilitätsmanagement zu entwickeln, zügig umzusetzen, strukturell zu verankern und langfristig zu verstetigen. Die Angebote sind damit Baustein einer landesweiten Strategie zum Schulischen Mobilitätsmanagement.

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