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Mund-Nasen-Schutz

Stadt und Landkreis begrüßen einheitliche Regelung für Hessen

Region Kassel (hai) - "Nach den Lockerungen für die Öffnung von Geschäften wird es in Einkaufszonen in Kassel und den kreisangehörigen Kommunen wieder voller und die Einhaltung der Abstandsregelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden nicht immer so eingehalten, wie es notwendig ist", stellen Oberbürgermeister Christian Geselle und Vizelandrat Andreas Siebert fest. Wenn dann auch die ersten Schüler und letztlich wieder mehr Menschen den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, werde sich diese Situation noch weiter verschärfen.

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Mit gutem Beispiel voran: Vizelandrat Andreas Siebert mit einer Behelfsmaske, die seine Tochter Anna Siebert (20) selbst genäht hat.

© Foto: Landkreis Kassel

"Wir begrüßen daher die Ankündigung des Landes Hessen, sich dem Beispiel anderer Bundesländer anzuschließen und eine landeseinheitliche Regelung für das obligatorische Tragen von Alltagsmasken zu erlassen", sind sich Geselle und Siebert einig. Es sei den Bürgern ja auch kaum zu vermitteln, dass sich hier ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen entwickelt, der eine Maskenpflicht in der einen Stadt und keine Maskenpflicht im anderen angrenzenden Landkreis mit sich bringt.
"Aus unserer Sicht ist hessenweit ein obligatorischer Mund- und Nasen-Schutz in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen sinnvoll. Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz wie mit einem Tuch oder Schal ist ebenfalls ausreichend", so Geselle und Siebert weiter. Man komme gerade wegen der vorgenommenen Lockerungen nicht um zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen herum.
"Es darf nicht sein, dass die bisherigen Erfolge im Kampf gegen das Corona-Virus jetzt aufs Spiel gesetzt werden", betonen Oberbürgermeister und Vizelandrat.
Geselle und Siebert setzen darauf, dass eine "Maskenpflicht" im ÖPNV und Einzelhandel auf Verständnis in der Bevölkerung stößt: "Bisher tragen fast alle Menschen die Entscheidungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit – und wir gehen davon aus, dass es auch in diesem Fall so sein wird."
Beide wiesen darauf hin, dass das Tragen von Masken, egal welcher Art, zentrale Schutzmaßnahmen nicht ersetzen könne. Um das Risiko einer Ansteckung weiter zu minimieren, müssen – neben der Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern – auch die Husten- und Niesregeln und eine gute Händehygiene weiterhin strikt eingehalten werden.
Geselle und Siebert betonten abschließend, dass Masken keinesfalls als Erlaubnis missverstanden werden dürfen, trotz Krankheit in die Öffentlichkeit zu gehen. Wer Krankheitssymptome aufweise, solle zuhause bleiben und sich in ärztliche Behandlung begeben.

 

Jugend- und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen

Neben dem Tierpark Sababurg bleiben auch die anderen Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises weiter geschlossen. "Die Jugendburg und Sportbildungsstätte Sensenstein sowie das Wasserschloss Wülmersen bleiben vorerst weiter bis zum 3. Mai 2020 geschlossen", informiert Landrat Uwe Schmidt. Da für die Länder Bayern und Schleswig-Holstein andere Vorgaben gelten, bleibt das Jugendseeheim des Landkreises auf Sylt vorerst bis zum 17. Mai geschlossen, das Haus Panorama bei Berchtesgaden sogar bis zum 26. Mai.
"Ob und wann nach diesen Terminen eine Öffnung der Häuser möglich ist, hängt von den weiteren Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene ab", so Schmidt weiter. Auch die Planungen für die Sommerferien seien zurzeit nicht möglich, "da die weitere Entwicklung für touristische Angebote noch vollkommen offen ist", erläutert der Landrat: "Wir werden aber sofort öffnen, wenn es wieder möglich ist".
Die Schließungszeiten in den Häusern verstreichen nicht ungenutzt. "Wir führen zurzeit Reparatur- und Renovierungsarbeiten durch, damit die Gäste dann ihren Aufenthalt nach der Corona-Pandemie auch in vollem Umfang genießen können", ergänzt der Leiter des Eigenbetriebs Jugend- und Freizeiteinrichtungen Uwe Pietsch.

 

Vereinsförderung wird unterstützt

"Das angekündigte Förderprogramm zur Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit des Landes unterstützen wir aus ganzem Herzen", betont Vizelandrat Andreas Siebert.
Der Erhalt der gemeinnützigen Vereine und der ehrenamtlichen Strukturen sei "während und nach Corona für unser Gemeinwesen von riesiger Bedeutung", so Siebert weiter.
Der Landkreis werde die Vereine im Kreis bei Fragen rund um Fördermöglichkeiten unterstützen. Siebert: "Es gibt für die unterschiedlichsten Fallgestaltungen mittlerweile Fördermöglichkeiten und es fällt manchmal schwer, den Überblick zu behalten". Als Ansprechpartner für Vereine die Fragen haben oder aus dem "Förderraster fallen", stellt sich der Vizelandrat selbst zur Verfügung: "Einfach eine Mail an andreas-siebert@landkreiskassel.de und ich kümmere mich dann darum". Beim Landkreis sei die Förderung der Vereine "an der Spitze der Verwaltung angesiedelt", so Siebert weiter.

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