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Neuer Leitfaden zum Thema „Leben im Alter“

Landkreis Kassel (hak) - "Leben im Alter - Kommunen informieren" heißt der neue Leitfaden, den die Arbeitsgruppe "Leben im Alter" des Landkreises herausgegeben hat.
"Über ein Jahr lang haben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe mit der Frage beschäftigt, welche Angebote für Senioren es in den Kommunen gibt und wie über diese informiert wird", berichtet Dekan Dr. Gernot Gerlach. Die Internetauftritte der Städte und Gemeinden im Landkreis standen dabei ebenso im Fokus wie Gemeindeblätter und kommunale Informationsbroschüren für die Älteren.
Bestehende Angebote durchforstet
Das Fazit von Bürgermeister Thomas Raue: "Einige Kommunen haben noch Potenzial für Verbesserungen, es gibt aber auch viele gelungene Beispiele, die anderen als Anregung dienen können". Wichtig sei es, dass die älteren Menschen Gehör finden. Entsprechende Kommunikationsstrukturen könnten auch in kleinen Gemeinden aufgebaut werden. "Der Leitfaden ist ein Duftmarke", so Raue. Nun sei klar wo es hingehen soll.
Kommunen sind gefordert
"Der Leitfaden richtet sich als praktischer Ratgeber an Kommunen, Kirchengemeinden, haupt- und ehrenamtlich in der Seniorenarbeit Engagierte sowie an örtliche Initiativen", erklärt Patricia Ruffini vom Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises, das die Demografie-Aktivitäten des Landkreises koordiniert. Nun seien vor allem die Kommunen gefordert, wenn es um die Vermittlung von Informationen für ältere Menschen und deren Angehörige geht. Dazu gehöre zum Beispiel auch ein "Kümmerer" vor Ort, an den man sich mit seinen Fragen und Anliegen wenden könne.
Mit den Menschen ins Gespräch kommen
Aber auch die Arbeitsgruppe selbst wolle mit den Menschen ins Gespräch kommen, so Ruffini. Dazu sind Veranstaltungen des "DemografieDialogs" unter dem Motto "Aktiv in Bewegung" geplant, bei denen Themen wie Mobilität, Nachbarschaftshilfe und Wohnen im Alter diskutiert und praktische Erfahrungen ausgetauscht werden.


Hintergrund
Ältere Menschen sind in den Landkreis-Kommunen längst keine Randgruppe mehr und der Anteil der über 60-Jährigen nimmt kontinuierlich zu. Dabei verläuft die Lebensphase Alter individuell sehr unterschiedlich. Viele aktive ältere Menschen gestalten ihr Leben weitestgehend selbstständig und selbstbestimmt. Andererseits gibt es Senioren mit einem konkreten Bedarf an Unterstützungs-, Hilfs- und Pflegeleistungen. Damit den vielfältigen Wünschen und Bedürfnissen älterer Menschen Rechnung getragen werden kann, ist das Zusammenwirken Vieler vor Ort erforderlich. Und in den meisten Städten und Gemeinden gibt es bereits eine große Bandbreite kirchlicher Seniorenarbeit, kommunaler Angebote und Aktivitäten von freien Trägern, Vereinen und Initiativen.

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