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Kundgebung auf dem Marktplatz

"Offen für Vielfalt"

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Rund 900 Demonstranten mit eindeutigen Botschaften gegen Rassismus und Gewlt hatten sich auf dem Hofgeismarer Marktplatz versammelt.

© Foto: Aderholz

Von Kerstin Aderholz

Hofgeismar - "Vielleicht wären wir nicht hier, wenn Hanau nicht gewesen wäre. Vielleicht wären wir noch mehr, wenn Volkmarsen nicht gewesen wäre." So lauteten die Worte von Dekan Wolfgang Heinicke auf der Kundgebung "Offen für Vielfalt", zu der rund 900 Menschen auf den Hofgeismarer Marktplatz gekommen waren und von Schülern in sieben Sprachen begrüßt wurden. Aufgerufen zu dieser Veranstaltung hatten Schulen, Stadt und Kirchen.

Dass trotz etwaiger Bedenken oder sogar Ängsten vor einem ähnlichen Anschlag wie beim Karnevalsumzug in Volkmarsen so viele den Weg zur Kundgebung nicht gescheut hatten, bedeutete für die Organisatoren, dass Hofgeismar eine klare Botschaft gegen Rassismus, Populismus und Gewalt nach außen senden wollte.

"Mehr als 75 Nationen aus allen Kontinenten leben miteinander in Hofgeismar, zum Teil schon seit Jahrzehnten", informierte Bürgermeister Markus Mannsbarth, der forderte, dass das Enthemmen und Salonfähigmachen von rechtem Gedankengut alle beschäftigen sollte - auch diejenigen, die der Meinung seien, es beträfe sie nicht, denn das könne mittlerweile niemand mehr behaupten. "Für Extremismus, Rassismus und Populismus ist in Hofgeismar kein Finger breit Platz. Deshalb sind Veranstaltungen wie diese wichtig, denn es ist 5 vor 12", so Markus Mannsbarth weiter.

Imam Ramazan Cayirpiner der Moscheegemeinde Hofgeismar richtete einige Worte auf türkisch an die Demonstranten.

Auch der Leiter der Gustav-Heinemann-Schule Christoph Schwab sowie die Schülervertretungen der GHS, ASS und Herwig-Blankertz-Schule machten deutlich, dass es wichtig sei, sich offen zu Vielfalt und gegen Rassismus und Gewalt zu bekennen.

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