Veröffentlicht am 25.11.2022 10:47

Trinkwasser für Hofgeismar

Brunnenbohr- und Ausbauarbeiten am Tiefbrunnen „Giesbachsgrund“ im Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck. (Foto: Stadt Hofgeismar)
Brunnenbohr- und Ausbauarbeiten am Tiefbrunnen „Giesbachsgrund“ im Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck. (Foto: Stadt Hofgeismar)
Brunnenbohr- und Ausbauarbeiten am Tiefbrunnen „Giesbachsgrund“ im Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck. (Foto: Stadt Hofgeismar)

Die Brunnenbohr- und Ausbauarbeiten am Tiefbrunnen „Giesbachsgrund“ im Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck sind beendet und brachten den erhofften Erfolg. Als nächste Schritte zur Einbindung in das bestehende Verteilungsnetz stehen nun die Ausführungsplanungen für Transportleitungen, Zwischenspeicher und Aufbereitung an.
„Durch die mögliche Trinkwassergewinnung am zusätzlichen Brunnen erfährt die Versorgung für Hofgeismar und deren Stadtteil eine wesentliche Verbesserung und deutliche Erhöhung der Ausfallsicherheit“, zeigt sich Bürgermeister Torben Busse erfreut. Und führt weiter aus: „Wir sind überzeugt davon, dass der frühzeitige Beginn der Überlegungen für eine zusätzliche Wassergewinnungsanlage und die daraus gefolgte konsequente Fortführung dieses Projektes im Hinblick auf die Zukunft die absolut richtige Maßnahme für die Stadt Hofgeismar war.“
Zur weiteren Erhöhung der Versorgungssicherheit laufen derzeit die Erweiterungen der Wasserversorgungsanlagen um Fremdeinspeisemöglichkeiten für elektrische Energie sowie die Beschaffung von großen Stromaggregaten, um auch bei einem großflächigen Stromausfall die wichtigsten Systemkomponenten in Betrieb halten zu können. Diese Investitionen werden zur Hälfte vom Bund gefördert.
Nachdem die reine Bohr- und Bautätigkeit schon seit einigen Wochen vorläufig abgeschlossen sind, konnten nun auch die Pumpversuche inkl. der Messung des Wiederanstiegs des Grundwasserspiegels sowie die Abschlussgeophysik fertiggestellt und ausgewertet werden.
Die Brunnenbohrung hat eine Tiefe von 254 m. Entnahmebedingte, oberflächennahe Grundwasserschwankungen und somit Beeinträchtigungen des oberflächennahen Grundwassers werden durch den Einbau eines oberflächennahen Sperrrohres unterdrückt. Es wurden tiefer liegende Grundwasserstockwerke erschlossen, ohne nachweislichen Zustrom von Tiefenwässern oder Sole. Die Wasserqualität erwies sich als sehr gut, die Bohrung erschließt reines, weiches und nitratarmes Grundwasser.
Die Kosten für die Brunnenbohrung, Ausbau und Ingenieursleistungen liegen bei rd. 1 Millionen Euro. Auf Grundlage er Pumpversuche lässt sich die Dauerergiebigkeit des Brunnes auf 75 m³/h abschätzen, kurzfristig sind auch deutlich höhere Fördermengen möglich. Die Stadt Hofgeismar dankt dem Land Hessen, der Hessischen Landgesellschaft und dem Pächter der Staatsdomäne für die bisherige Unterstützung beim Projekt sowie dem Ing.-Büro Geonik, welches die Brunnenbohrarbeiten plante und überwachte, der Fa. Angers für die Bauarbeiten und dem Ing.-Büro Bick für die Beratung und nun laufende „Einbindungsplanung“.

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