Veröffentlicht am 04.01.2023 12:52, aktualisiert am 04.01.2023 12:54

Warmes Wetter, wenig Wintervögel? Die 13. Stunde der Wintervögel startet bei sehr milden Temperaturen

Kinder bestimmen bei der Vogelzählung „Stunde der Wintervögel” des Nabu (Naturschutzbund Deutschland) mit Hilfe der App „Nabu Vogelwelt” die Arten. Bei der Mitmachaktion sollen eine Stunde lang alle Vögel, die sich zum Beispiel an einem Futterhäuschen oder in einem Park aufhalten, in Zahl und Art erfasst werden. (Foto: Britta Pedersen)
Kinder bestimmen bei der Vogelzählung „Stunde der Wintervögel” des Nabu (Naturschutzbund Deutschland) mit Hilfe der App „Nabu Vogelwelt” die Arten. Bei der Mitmachaktion sollen eine Stunde lang alle Vögel, die sich zum Beispiel an einem Futterhäuschen oder in einem Park aufhalten, in Zahl und Art erfasst werden. (Foto: Britta Pedersen)
Kinder bestimmen bei der Vogelzählung „Stunde der Wintervögel” des Nabu (Naturschutzbund Deutschland) mit Hilfe der App „Nabu Vogelwelt” die Arten. Bei der Mitmachaktion sollen eine Stunde lang alle Vögel, die sich zum Beispiel an einem Futterhäuschen oder in einem Park aufhalten, in Zahl und Art erfasst werden. (Foto: Britta Pedersen)

Zweistellige Plusgrade zum Jahreswechsel: Selten war es zur traditionellen Wintervogelzählung von NABU und seinem Bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) so mild wie jetzt. Die Mitmachaktion findet vom 6. bis 8. Januar zum 13. Mal statt.

Alle Menschen in Deutschland sind am kommenden Wochenende dazu aufgerufen, eine Stunde lang die am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und dem NABU zu melden. „Die milden Temperaturen bescheren unseren Wintervögeln eine entspanntere Nahrungssuche. Ohne Frost und Schnee finden ihr Futter leichter in der Natur - daher werden wir wahrscheinlich weniger Besucher und Arten an den Futterstellen zählen haben wir bereits früher in milden Wintern beobachten können”, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

„Dazu kommt dass durch das Mastjahr Eichen, Buchen, Fichten und Co. viele Früchte gebildet haben. Für Arten wie Kleiber, Eichelhäher, Kernbeißer und Finken ist das wie ein Schlaraffenland. Möglicherweise bleiben sie eher im Wald und kommen nicht so oft in Siedlungen. Das alles wird unsere Zählung zeigen.”

Die „Stunde der Wintervögel” ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und findet bereits zum 13. Mal statt der vergangenen Vogelzählung im Januar 2022 ergatterte der Haussperling den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, Kohlmeise und Blaumeise folgten auf Platz zwei und drei.

Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen Beobachtungen können per App unter www.NABU.de/vogelwelt oder unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 16. Januar gemeldet werden.

Zudem ist für telefonische Meldungen am 7. und 8. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. Die NAJU lädt mit der „Schulstunde der Wintervögel” vom 9. bis 13. Januar 2023 alle Kinder ein, die heimischen Wintervögel spielerisch kennenzulernen, zu beobachten und eine Stunde lang auf dem Schulhof, im Park oder im Garten zu zählen.

Welche Vögel verbringen den Winter in Deutschland und wie können sich schon Kinder für ihren Schutz einsetzen? Das Begleitheft Schulstunde liefert zahlreiche Anregungen, ein Poster stellt die häufigsten Wintervogelarten vor und eine kindgerechte Zählkarte erleichtert die Teilnahme an der Vogelzählung. Alle Infos unter www.naju.de/sdw.

Infos zur Aktion unter www.stundederwintervoegel.de

E-Learning-Tool Vogeltrainer unter www.vogeltrainer.de

north